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Heilpädagogisch - therapeutische
Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung  

Landhaus "Am Wiesgrund" GmbH
Obertrogen 3, 88171 Weiler-Simmerberg


Tel.:08387/ 99 2 48
Fax:08387/ 99 2 49
Mail:info@amwiesgrund.de















Unser Teammitglied "Fangi"


Fangi (Fangalist) ist ein 8 jähriger Wallach, der uns in der pädagogischen Arbeit gerne tatkräftig unterstützt. Für ein "Leckerli" legt er dann auch noch eine Schmuserunde ein.

Grundlegende Überlegungen

Kinder haben aus einem grundlegenden menschlichen Bedürfnis heraus eine natürliche Zuneigung zu Tieren. Sie suchen den Kontakt mit dem Tier, wollen es lieben und geliebt werden. Tiere - insbesondere Haustiere - schaffen ein ungezwungenes und lebensfrohes Klima, von dem sich selbst "schwierige" Kinder ansprechen lassen. Sie finden zu ihnen oft leichter Zugang als zum Menschen. Durch Tierhaltung und den Umgang mit Tieren kann die Persönlichkeitsbildung gefördert und die Kontaktnahme zu den Mitmenschen und zur Umgebung erleichtert werden. Pferde eignen sich besonders dazu, weil sie vielfältige Möglichkeiten anbieten: Sie lassen sich beobachten, pflegen, füttern, misten, reiten; sie sind anspruchsvolle Spielgefährten, immer bereit; das alles macht sie besonders begehrt und liebenswert.

Wir möchten, trotz der tatkräftigen Unterstützung vob außen und dem eigenem Engagement, diesen Bereich langsam und behutsam ausbauen, um die notwendigen Erfahrungen zu sammeln und individuelle Möglichkeiten mit dem einzelnen Kind gewährleisten zu können, ohne jedoch dabei die Grenzen dieser zusätzlichen Hilfe zu übersehen.

Heilpädagogisch orientiertes Reiten

"Der Umgang mit den eigenen Pferden ermöglicht unseren Kindern auf fast selbstverständliche Art und Weise
  • Sich selbst zu überwinden, sich abzuhärten aus Liebe zum Tier, weil das Pferd ohne Ausnahme bei jedem Wetter und zu ganz bestimmten Zeiten gefüttert und gepflegt sein wollte;
  • Gegenseitige rücksichtsvolle Kontaktnahme und Auseinandersetzung zu spüren, positive und Negative Erfahrungen zu machen;
  • Erfüllte Freizeit ohne Langeweile zu erleben, in der wenig Verlangen nach den üblichen Freizeitgenüssen der meisten Schulkameraden aufkam; dafür bereit zu sein auch (als angenehme Nebenerscheinung) zu intensivieren Schulleistungen;
  • Kontakt zu gleichdenkenden und gleichfühlenden Kameraden zu finden, was zu Freundschaften führte, die bis ins Erwachsenenalter anhalten;
  • Kinderträume und Abenteuerlust in Wirklichkeit umzusetzen, ohne Anstoß bei der Umwelt zu erregen, weil sie erst nach gründlicher Überlegung und Planung in der Verantwortung dem Tier gegenüber durchgeführt wurden, dann aber volle, genussreiche Erfüllung ermöglichten.
Sinn - Zweck - Ziel:

Pferde und Ponys sind als Erziehungshilfen in Sozialisationsprozessen und bei verhaltensauffälligen Kindern besonders geeignet. Zum Ausgangspunkt nehme ich das angeborene Bedürfnis, die Veranlagung jedes Menschen, mit Lebendigem - Menschen, Tieren - umgehen zu wollen. Pferde sind in ihrem Verhalten weitgehend konstant, also verlässlich und in Erziehungsprozesse einplanbar. Pferde ändern ihr Verhalten auch kaum, wenn sie inmitten einer lebhaften Kinderschar sind. Pferde sind "einfühlsam", " rücksichtsvoll", bleiben z.B. stehen, wenn sie spüren, dass ein Kind von ihrem Rücken herunterzufallen droht. Pferde haben ein feines Gespür für Stimme und Stimmungen. Sie zeigen Angst, Ungeduld, Unruhe oder reagieren auf falsche Behandlung. Dadurch fordern sie das Kind zum Handeln, zum Reagieren auf. Pferde zeigen gegenüber dem Menschen Zurückhaltung. Diese Eigenschaft ist gegenüber sozial beeinträchtigten Kindern besonders wichtig. Pferde biedern sich nicht an, sondern sie lassen sich umwerben. Um so stärker ist dann das Erlebnis ihrer Zuneigung. Das Kind wird zu aktivem Beobachten und Sich - Einfühlen genötigt. Pferde reagieren artgerecht.

Sie können sich nicht verstellen. Pferde reagieren nicht menschlich: sie rächen sich nicht, sie strafen auch nicht. Sie sind gutmütig (können aber auf schlechte Erfahrungen negativ reagieren). Diese Erfahrung ist für verhaltensbeeinträchtigte Kinder besonders wichtig: so erfahren sie, dass ihr abweichendes Verhalten nicht unbedingt und nicht überall aggressive Reaktionen hervorruft. Die Motivation für ein Kind, sich mit einem Pferd einzulassen, ist natürlich die Möglichkeit des Reitens selbst: sich fortbewegen, sich tragen lassen, sich bewähren, sich durchsetzen müssen. Das Kind kann sich über seinen Körper mitteilen (die oft abgelehnte menschliche Sprache fällt weg!) und empfängt vom Pferd und von seinem Körper Signale und Mitteilungen. Körperliches und seelisches Fühlen und Empfinden wird wach. Die eingangs erwähnten Eigenschaften des Pferdes sind auch besonders geeignet, Urvertrauen zu bilden, was bei verhaltensauffälligen Kindern besonders wichtig ist. Außerordentlich wichtig ist auch die Motivation durch den Umgang mit dem Pferd. Die Pflege des Tieres, des Sattelzeugs, des Stalls sind für die Kinder nicht Arbeiten wie Schreiben oder Zähneputzen, sondern eindeutig einsichtig und als notwendig anerkannt.

Die Motivation durch den Umgang mit etwas ästhetisch Schönem - und ein Pferd ist etwas Schönes - mag mit dazu beitragen, sich selbst schöner zu erleben und als von den eigenen Mängeln weniger belastet. Lassen Sie am Schluss darauf hinweisen, dass das Kind dem Pferd gegenüber Respekt, Angst, Bewunderung und Liebe empfindet. Diese Dinge sind pädagogisch bekannt als die Voraussetzungen für Erziehungs- und Lernprozesse. Das Pferd vermag durch seine Gestalt und durch sein Wesen bei verhaltensauffälligen Kindern Verhaltensweisen zu bewirken, die diese Kinder im Normalfall verweigern würden. Reiten und der Umgang mit Pferden kann in idealer Weise dazu beitragen, positive Sozialisationsprozesse in Gang zu setzen und Störungen zu beheben, weil es Erstens das Bedürfnis nach positiver Zuwendung befriedigt
(und damit die Störungsursachen erreicht) und

Zweitens soziale Fertigkeiten trainiert, indem es dem Kinde Möglichkeiten des Kontakts und der sozialen Bestätigung verschafft, die anders gar nicht mehr vom Kind akzeptiert würden
(M. Baum, 1981).

Das Pferd als ein lebendes Wesen wird zum echten Partner. Sein Körperrhythmus überträgt sich auf den Reiter. Die Bewegung und die Wärme des Pferdeleibes sprechen wohltuend auf direktem Weg den Gefühlsbereich an. Das Gleichgewichtsempfinden wird gefördert, und Verkrampfungen seelischer wie auch körperlicher Art können sich lösen. Dadurch, dass das Pferd nicht nur seinen Körper anbietet, sondern zusätzlich mit allen seinen Ausdrucksformen wie Körperhaltung, Mimik und Stimmäußerung beteiligt ist, fordert es direkt zur emotionalen und verbalen Kontaktaufnahme und Auseinandersetzung heraus, dadurch kann sich das Körperbewusstsein als eine Grundform des Selbstbewusstseins entwickeln.

Simone Schmidt bgleitet die Kinder und Jugendlichen als ausgebildete pädagogische Fachkraft, Reittherapeutin und Trainer B (Reitlehrer) "für Kinder und Jugendliche" mit ihren umfassenden Erfahrungen in Alltag und Fachleistung!

Literaturnachweis:

Marianne Gäng (Hrsg.) 1994 "Heilpädagogisches Reiten und Voltigieren" 23-25 , Verlag: Ernst Reinhardt Verlag



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